Ein Drittel fühlt sich häufig von digitalen Technologien überfordert
Ein Drittel fühlt sich häufig von digitalen Technologien überfordert © Freepik / EyeEm
Das neue Smartphone einrichten, mit Zwei-Faktor-Authentifizierung einloggen oder die Familie per Videoanruf kontaktieren – digitale Technologien sind für die Allermeisten Alltag. Allerdings fühlt sich ein Drittel (33 Prozent) der Deutschen häufig damit überfordert: 12 Prozent sehr häufig, 21 eher häufig. Während dies in der Altersgruppe ab 75 Jahren besonders stark ausgeprägt ist (60 Prozent), fühlt sich aber auch von den 16- bis 49-Jährigen rund jede und jeder Vierte (26 Prozent) häufig überfordert. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Anlass der Veröffentlichung ist der Digitaltag am 26. Juni 2026, bei dem bundesweit über 2.000 Aktionen zur Stärkung digitaler Kompetenzen stattfinden.
Weniger Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern: Unter Männern fühlen sich 32 Prozent häufig überfordert, unter Frauen 35 Prozent. „Digitale Kompetenzen sind heute Voraussetzung für Teilhabe, Selbstständigkeit und Sicherheit im Alltag. So wie sich Technologien ein Leben lang weiterentwickeln, müssen auch Menschen die Möglichkeit erhalten, ein Leben lang daran teilzuhaben“, so Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.
Der Wunsch nach mehr digitaler Bildung ist groß. 86 Prozent der Deutschen sind der Meinung, Digitalkompetenzen sollten in der Schule unterrichtet werden. Viele sehen den Staat in der Verantwortung: 48 Prozent finden, die Politik sollte mehr dafür tun, digitale Kompetenzen in der gesamten Gesellschaft zu stärken. 47 Prozent wünschen sich mehr öffentliche Angebote, um sich ein Leben lang digital weiterbilden zu können. 39 Prozent sprechen sich zudem explizit für eine „Bundeszentrale für digitale Bildung“ als zentrale Anlaufstelle aus. Wintergerst: „Digitalkompetenzen gehören verbindlich in alle Lehrpläne. Gleichzeitig brauchen wir Angebote für Menschen, die die Schule längst verlassen haben. Eine Bundeszentrale für digitale Bildung wäre hier die wichtigste Anlaufstelle, um digitale Bildungsangebote zu bündeln, bekannt zu machen und Menschen jeden Alters beim Kompetenzerwerb zu unterstützen.“